PKV Existenzgründung

Private Krankenversicherung bei Existenzgründung

Grundsätzlich hat jeder Existenzgründer die Wahl zwischen einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung. Bei einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit vor Antritt der Selbstständigkeit, muss die geplante Existenzgründung zunächst der gesetzlichen Krankenversicherung gemeldet werden, damit diese überprüfen kann, in welchem zeitlichen Rahmen die Tätigkeit vollzogen wird, und in welcher Höhe die anfallenden Einnahmen voraussichtlich sein werden. Besondere Einsteigertarife für Selbstständige und Freiberufler bieten die Möglichkeit, sich auch bei anfänglich geringeren Einnahmen für eine private Krankenversicherung (PKV) entscheiden zu können. Besonders positiv zu bemerken ist dabei, dass keine PKV einen Existenzgründer, der den genannten, besonders günstigen, Basistarif beanspruchen möchte, ablehnen, oder Risikozuschläge erheben kann.

Doch die PKV bringt, genau wie eine gesetzliche Krankenversicherung (GKV), nicht nur Vorteile für Existenzgründer mit sich. Und da ein Zurückkehren von einer PKV in eine GKV sehr schwer, bzw. ab 55 Jahren unmöglich ist, muss man diese Vor- und Nachteile sehr genau abwägen. Eine private Krankenversicherung ist für Existenzgründer häufig die günstigere Alternative, da man bei einem Tarif der PKV mit Selbstbeteiligung im Gegensatz zu einer Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung, bei der Selbstbeteiligung Standard ist, nicht selten 50% der Kosten sparen kann. Dies gilt jedoch meist nur für junge Selbstständige. Möchte man mit bereits fortgeschrittenem Alter, beispielsweise mit über 50 Jahren, einer privaten Krankenversicherung beitreten, muss man mit sehr hohen Tarifen im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung rechnen. Und auch im Fall einer Familiengründung muss jedes neue Familienmitglied in einer privaten Krankenversicherung kostenpflichtig versichert werden, wohingegen eine gesetzliche Krankenversicherung Jugendliche kostenfrei bei ihren Eltern mitversichert.

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Dabei bietet eine private Krankenversicherung einer gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber jedoch viele Vorteile in der Behandlung. Nicht nur das Klischee, dass Privatversicherte schneller behandelt werden zählt zu diesen Vorteilen, sondern auch die freie Arztwahl, die Erstattung aller bzw. fast aller Kosten, je nach Wahl des Tarifs, und natürlich die meist neueren und evtl. besseren Medikamente bzw. Behandlungsmethoden, die auch Besuche beim Heilpraktiker umfassen.